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Der Laufdilettant

Quelle: Duden online


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Ich nehm dann mal Bedeutung 1.a.
… aber Jogger als Synonym?

Mein zweites nicht minder zeitintensives Hobby ist das Laufen. Angefangen hat alles im Jahr 1997 als Ausgleich zur Vorbereitung auf mein „Erstes Staatsexamen”. Zunächst nur ein paar lockere kleine Runden durch den Wald. Nach kurzer Zeit hat man angefangen die gelaufenen Zeiten zu notieren und die Runden wurden allmählich größer.

Doch immer nur einsam, ohne Ziel seine Runden drehen ist dann auf Dauer auch nichts. Irgendwann braucht man zusätzliche Motivation, will wissen, wo man eigentlich so steht, auch im Vergleich zu anderen. So kam es im Oktober 1998 zu meiner ersten Teilnahme an einem Volkslauf, dem Stadtlauf Nürnberg über die 10km-Strecke. Es hat schon was, in einem großen Teilnehmerfeld am Start zu stehen und auf der Strecke von den Zuschauern angefeuert zu werden. Allerdings wurde diese Strecke vom Veranstalter immer als Familienjogging bezeichnet, was nicht so ganz meinem Anspruch und meinen Ambitionen entsprach. Schließlich bin ich nicht Jogger, sondern Läufer! ;-) Also beim Stadtlauf 2000 der Wechsel auf die nächst längere Distanz, den Halbmarathon. Mehr hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt niemals zugetraut.

Und dann kam das Jahr 2005, oder eigentlich erst mal Weihnachten 2004. Ein ehemaliger Kollege fragte, ob nicht jemand beim Städtemarathon Erlangen-Herzogenaurach (die 2. und leider auch letzte Auflage) mitlaufen wolle, er suche noch einen Laufpartner. Nein, niemals, viel zu lange, mit einem Halbmarathon gar nicht zu vergleichen, da müßte ich ja ganz anders trainieren und viel mehr Zeit haben… Wir einigten uns schließlich darauf, dass er mit mir in Würzburg beim Halbmarathon startet und ich in Erlangen zu meinem ersten Marathon antrete. Im Juni 2005 war es dann soweit, ohne jemals länger als einen HM gelaufen zu sein ging ich auf die Strecke. Und es lief gut. Auf Anhieb (knapp) unter 4h und ein Wahnsinnsgefühl beim Zieleinlauf. Von da an hatte mich das Marathonfieber gepackt, und es hält an… Im folgenden ein paar persönliche Meilensteine:

2010: nachdem ich bisher schon ein paar Mal knapp dran war, ist es dann im Mai beim Würzburg Marathon soweit: zum ersten Mal in sub 3h:30 gefinished

2012: Es steht das erste Jubiläum an, mein 25. Marathon! Zur Feier mit einer kleinen Städtereise nach Dresden verbunden.

Dresden Marathon 2012: Mein 25. Marathon

2013:

  • 1. MainCityRun in Schweinfurt: Da es sich nicht lohnt, nur wegen dem 5km-(Firmen)Lauf hinzufahren, auch noch den Halbmarathon mit ins Programm genommen und meinen ersten Doppelstart absolviert.
  • Wieder ein Jubiläum: zum 10. Mal beim Würzburg Marathon am Start (2x HM, 8x M). Damit Aufnahme in den „Würzburg-Marathon Jubiläums-Club” mit der ewigen Startnummer 10139.

 

MainCityRun Schweinfurt 2013 (Fotos: A. Gibson, fotografiewerk.de)

2015: endlich mal wieder eine neue Bestzeit gelaufen: 3:25:35 im Juni beim Metropol Marathon in Fürth

2016:

  • die nächste Herausforderung: Nach Marathon kommt Ultramarathon. Im März beim Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf in Fürth mit der Teilnahme am 6h-Lauf den ersten Ausflug ins Lager der Ultraläufer unternommen. Am Ende etwas mehr als 43 Runden im Fürther Südstadtpark absolviert und somit eine Strecke von rund 57,6 km erlaufen.
  • Beim MainCityRun in Schweinfurt den 1. Platz in der M45 im 5,2km-Firmenlauf erreicht (danach natürlich noch den HM drangehängt).
  • Jubiläum: Was eigentlich als Jahrtausend Marathon im Jahr 2007 als einmalige Veranstaltung geplant war, findet dieses Jahr bereits zum 10. Mal statt: Der Metropol Marathon in Fürth. Und ich bin ebenfalls zum 10. Mal dabei (1x leider nur über die HM-Strecke). Ich hoffe die Serie geht noch eine Weile so weiter…

2017:

  • 5. MainCityRun Schweinfurt: Nachdem im letzten Jahr die Reihenfolge der Läufe geändert wurde und mir die Pause zwischen 5km-Lauf und Halbmarathon-Start zu lang(weilig) war, dieses mal auch noch den 10km-Lauf als Pausenfüller dazu gepackt und somit aus der Veranstaltung einen Dreikampf gemacht: Langer Lauf mal anders. Außerdem noch den AK-Sieg in der M45 über die 5,2km wiederholt.
  • Es wird immer länger: Wollte immer schon mal gerne meinen Geburtstag mit einer Laufteilnahme feiern und dieses Jahr bot sich sogar die Gelegenheit in den Geburtstag hineinzulaufen. Dazu zum 24h-Lauf nach Dettenhausen gefahren. Ziel war irgendwie die 100km zu erreichen, am Ende waren es dann 107,5 km.
  • Beim Fränkische-Schweiz-Marathon mit meinem älteren Sohn zum ersten mal ein Vater-Sohn-Team gebildet und so beim Staffelmarathon mitgemacht. Schönes Erlebnis.
  • Zum ersten Mal seitdem ich über meine Läufe Buch führe in einem Jahr mehr als 1000km gelaufen. Noch dazu eine „Tour de Franconie” hinter mich gebracht: alle Wettkämpfe bis auf den Ausflug nach Dettenhausen waren in Franken.

2018:

  • ungeplant mal etwas Neues: 6h-Lauf in der Halle auf einer 75m-Runde (wegen zuviel Schnee mußte der 8. Welt-Down-Syndrom-Tag Lauf kurzfristig nach drinnen verlegt werden), zähle ihn trotzdem mal bei den Ultras mit, auch wenn ich nur 43,8km in der Zeit geschafft habe
  • 1. Start beim Marathon in meiner Geburtsstadt Düsseldorf; wurde ja langsam mal Zeit
  • beim Rennsteig zum ersten mal den Supermarathon: noch nie so kämpfen müssen bei einem Lauf, kurz vor dem ersten DNF. Aber nochmal gut gegangen (siehe Bericht)
  • fleißig weiter gesammelt: bis Ende des Jahres Marathon Nr. 48 gefinished. Alles im Plan!

2019:

  • nach Nr. 49 beim Obermain-Marathon war es dann endlich soweit: Marathon Nummer 50 in der schönen Stadt Hamburg. Trotz Schietwetter ein schöner Lauf mit mehr Stimmung als bei so manch anderem bei Sonnenschein. Kurz nachdem ich wieder zu Hause war, gleich wieder für nächstes Jahr angemeldet.
  • zum 2. Mal Rennsteiglauf Supermnarathon: ohne Erkältung läufts doch gleich viel besser, eine gute Stunde schneller als im Jahr vorher. Ist für nächstes Jahr wieder gebucht.
  • ungeplant wird im Herbst noch ein weiteres bestimmt tolles Event dazu kommen: Freistart für den Berlin-Marathon gewonnen!

Fortsetzung folgt… ganz sicher…

 


Kilometer-Spiel

Seit Beginn des Jahres 2016 bin ich Teilnehmer beim „kmSpiel”, einem virtuellen Team-Wettbewerb unter Läufern. Man trägt einfach seine gelaufenen km ein und kann damit sein(e) Team(s) (man kann maximal in 4 Teams gleichzeitig Mitglied sein) auf dem Lauf um die Welt unterstützen. Eine zusätzliche Motivation, man will sein Team ja schließlich nicht hängen lassen… Aktuell sammle ich meine km für die Teams „Franken”, „Die Siebziger”, „Die Trainingsplanlosen” und „Physiker”.

 


MainCityRun Schweinfurt 2014 (Fotos: A. Gibson, fotografiewerk.de)


MainCityRun Schweinfurt 2015 (Fotos: A. Gibson, fotografiewerk.de)


Impressionen vom München Marathon 2016